Entlastung für Angehörige
Es gibt Leistungen der Pflegeversicherung und kostenlose Unterstützungen, die Zeit, Kraft und Nerven sparen – von stundenweiser Hilfe bis zu vorübergehender Auszeit.
Welche Unterstützung gibt es für Sie?
Pflegende Angehörige leisten Enormes. Hier finden Sie die wichtigsten Bausteine, um sich Freiräume zu schaffen:
Hilfe für zu Hause
- Alltags- & Betreuungsbegleitung: Hilfe im Haushalt oder Begleitung zu Terminen. Meist über den Entlastungsbetrag abrechenbar
- Ambulante Dienste: Professionelle Unterstützung bei Körperpflege und Haushalt. Kombinierbar mit Pflegegeld/Sachleistungen
- Verhinderungspflege: Ersatzpflege bei Urlaub, Krankheit oder Terminen der Hauptpflegeperson
Teilstationär & Kurzzeit-Angebote
- Tages- & Nachtpflege: Ihr Angehöriger ist tagsüber oder nachts sicher betreut, schläft aber zu Hause. Ideal für Berufstätige
- Kurzzeitpflege: Vorübergehender Aufenthalt in einer Einrichtung (z. B. nach einem Klinikaufenthalt oder in Krisen)
Wissen & Austausch
- Pflegekurse & Coaching: Kostenfreie Schulungen zu Handgriffen, rückenschonender Pflege oder dem Umgang mit Demenz
- Psychosoziale Hilfe: Angehörigengruppen, Hospizdienste und Beratung bieten Raum für entlastende Gespräche
So gehen Sie vor:
- Bedarf klären: Was entlastet Sie aktuell am meisten – kleine Pausen/Zeitfenster, Nächte, Haushalt, Begleitung?
- Kurz beraten lassen: Kontaktieren Sie den Pflegestützpunkt. Dort erfahren Sie alles zu Budgets und passenden Anbietern vor Ort.
- Starten: Nutzen Sie Ihre Ansprüche (Entlastungsbetrag, Verhinderungspflege etc.). Viele Dienste rechnen direkt mit der Pflegekasse ab.
Tipp: Kleine, regelmäßige "Entlastungsinseln" wirken besser als seltene große – planen Sie fix wiederkehrende Unterstützung ein.